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Anwandern 2017 im Sauerland

Im Januar, wenn der erste Schnee gefallen ist, will es die Tradition, dass angewandert wird. 
Letztes Jahr führte uns der Weg nach Porta Westfalica. Hier kannst du nachlesen, wie es war.

Diesmal suchten wir uns eine Tour im Sauerland. Von Wildewiese nach Faulebutter. 


Die Tour versprach schöne Aussichten über das Sauerland und nette Einkehrmöglichkeiten. 
Auf dem Weg nach Wildewiese zum Startpunkt wurden wir schon die ganze Zeit von mehr oder weniger Regen begleitet - laut Wetterbericht sollte uns aber in Wildewiese schönstes Wetter begrüßen. Je näher wir jedoch dem Ziel kamen, desto nebliger wurde es und der Regen verwandelte sich so langsam in Schnee. Das sollte uns allerdings nicht von unserem Unternehmen abhalten, schließlich waren wir alle gut und warm eingepackt. 
Am Ortseingang sahen wir bereits den ersten Rodelhang, der über und über mit kleinen Menschen bedeckt war. Dementsprechend voll war leider auch der Parkplatz - dank Parkeinweiser (Wildewiese hat um die 90 Einwohner - mal so als Vergleich!!!) hatten wir aber Glück und ein Plätzchen für meinen Ford war schnell gefunden. 

Ein übergroßes Schild zeigt den Weg Richtung Winterwander-Rundweg. Vorbei an einigen Hängen, an denen - hörbar aber nicht sichtbar - Skifahrer runterdüsen. Nach und nach kommen uns Familien entgegen, Väter mit ihren Kindern auf Schlitten, die den Weg als Piste nutzen, Wanderer, Langläufer... leider sind die meisten immer erst im letzten Augenblick zu erkennen, da der Nebel inzwischen echt dicht und klobig ist. Der Schneeregen tut sein übriges dazu. 



Meine Brille beschlägt im Sekundentakt, sodass ich die mal fix in die Tasche drücke. Meine Wimperntusche (Warum eigentlich, Käthe?? Warum??) verläuft übers ganze Gesicht und sorgt für großes Gelächter bei den Jungs. Ich entschließe mich nach einigem Wischen und Verreiben für eine Schneedusche :-D


Der Weg bietet leider nicht viel. Es geht stumpf gerade aus, nachdenken muss man hier nicht. Es geht mal ein bisschen hoch, es geht mal ein bisschen runter. Im Schnee stapft es sich so voran. Aussicht ist durch den Nebel gleich Null. Das Ende des Skilifts direkt neben uns kann man nur hören und erahnen. Ebenso den Fernsehturm, der eine großartige Aussicht verspricht. Heute lieber nicht. Eisschlag-Gefahr.



Der Weg führt uns langsam mitten in den Wald. Es sieht schon sehr mystisch aus mit dem Nebel. Menschen kommen jetzt hier kaum noch entgegen. 



Der Landgasthof Rademacher ist unser Zwischenziel für eine Stärkung. Ich nutze die Gelegenheit und stocke meine Bekleidung mit meiner Thermounterhose auf. 
Für mich gibt es eine kleine Rinderbrühe, die Jungs hauen sich den Bauch mit einem Schnitzel voll - und werden es später noch bereuen, mit so vollen Bäuchen weiterzuziehen.  *hihi*

Nach dem Essen gibt es vor der Tür noch ein Tässchen vom selbst mitgebrachten Tee und dann geht die Reise wieder zurück. 


Auf halber Strecke gibt es einen kleinen Rastplatz an einer größeren Lichtung. Langläufer ziehen hier ihre Bahnen und wir nutzen den Platz für eine kleine Fotosession und Teepause. 





Wieder angekommen in Wildewiese zeigt sich nun sogar immer wieder die Sonne. Die Stimmung zusammen mit dem Nebel ist unfassbar toll. 
Bevor es zurück zum Auto geht, gönnen wir uns noch ein Stück Kuchen und Kaffee im Steinbergs. Äußerst schmackhaft!

..Käthe

Fotos by Steven Kleinschmidt

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